1. Herren - Punktspiele

Landesliga-Spitzenspiel: Der Rest der Welt zu Gast in Bautzen

Siegerportrait nach dem Spitzenduell: ein Leichtes! Siegerportrait nach dem Spitzenduell: ein Leichtes!

Am vergangenen Samstag hatte die 1. Mannschaft des MSVs einen Doppelpunktspieltag in den heimischen Gefilden. Zu Gast waren einerseits der SV Stahl Krauschwitz sowie andererseits der direkte Aufstiegskonkurent TTV Radebeul. Beide Mannschaften boten, anders als in der Hinrunde, ihre absolute Bestbesetzung auf. Radebeul dankte uns bereits im Vorfeld für den Patzer gegen die Elben und kündigten uns an, für den Kampf um den direkten Aufstieg, mit ihrem ungarischem Nationaltrainer Peter Aranyosi anzutreten. Weiterhin wurden sie zur Rückrunde durch einen südamerikanischen Neuzugang verstärkt. Doch widmen wir uns vorerst den nicht zu unterschätzenden Krauschwitzern.

Diese waren am Samstagmorgen bereits vor allen Bautzenern an der Halle und wie erwartungsgemäß hochmotiviert. Pünktlich und zur Vormittagspartie noch mit mäßiger Zuschauerbeteiligung begannen wir mit den Doppeln: Zwei sichere 3:0-Siege von Micha/Hardi und Toni/Manu zeigten ganz gut, dass die Paarungen ganz gut eingespielt sind. Einzig Mario/Maik gingen gegen Najork/Frischke über die volle Distanz, um die 3:0-Führung komplett zu machen und sich ein wenig abzusetzen. Mario fasste es für mich mit den Worten zusammen: "Da hast du nichts verpasst - ein ständiges hin und her!"

Im oberen Paarkreuz schwankte Manu zwischen Abschuss bekommen und seinen Gegner Iwuc kontrolliert in Schach zu halten mit dem glücklicheren Ende für den Bautzener. Hardi konnte im Nachhinein sein Spiel gegen Piotrowski ganz gut zusammenfassen, da er im ersten Einzel meist seine Zeit braucht, seinen Punktspielmodus zu erreichen. Leider waren bis dahin schon 2 Sätze gespielt und eine Aufholjagd ausblieb. In der Mitte konnte die Führung weiter ausgebaut werden, in dem Mario in gewohnter Manier maximal lange Ballwechsel bot. Toni hingegen beschränkte es gegen den noch genesenden Jung eher auf die Mindestlänge. So endete das Spiel gefühlt nach einem Satz von Mario. Auch Micha hatte mit George anfangs seine Startschwierigkeiten. Doch um sein lockeres Händchen wieder zu erlangen, dauerte es nur einen Satz und sicherte für diese Einzelrunde den letzten Punkt. Maik fehlte gegen Frischke einfach noch etwas die Grundsicherheit (wahrscheinlich, weil er Freitag einfach das Training aussetzte, was für mich quasi eine Premiere war). Doch auch das letztmögliche Heimtraining vor dem ersten Heimspiel der Rückrunde konnte Manu im Anschluss nicht den nötigen "Heimvorteil" verschaffen. Zwar über weite Strecken des Spiels und Entscheidungssatzes gut, aber am Ende fehlte die letzte Entschlossenheit. Hardi stellte sich in seiner 2. Partie schon geschickter an und konnte sein 5-Satz-Krimi gut über die Bühne bringen. Unsere Mitte ließ erneut den Kontrahenten keine Freude: Toni mühte sich zwar ein wenig gegen Najork und seine für ihn unkomfortable Spielweise, überzeugte aber dennoch. Das Spiel von Mario und Jung hatte ich leider nur im Rücken verfolgt. Anscheinend gab es zu den Motivations-Reden, fassungslosen Aufschreien und nie enden wollenden Ballwechseln ein knappes Match zwischen den beiden sich bestens kennenden Hasen. Auch hier siegte Konditionswunder Mario über den Jungspund! ;-) Die letzten beiden Duelle brachten eine Punkteteilung nach insgesamt 10 Sätzen hervor. Micha gegen Frische - unbeständig wie Sabine und Maik bekam gegen George seine Bälle nicht durch. Mit diesem 11:4 gegen die voll besetzten Krauschwitzer konnten wir durchaus zufrieden sein, da wir 5/7 aller Entscheidungssätze für uns verbuchen konnten. Doch das soll vorerst genug Statistik sein.

Das für uns durchaus schwere Spiel des Tages war das 14:00 Uhr Folgende. Die Doppel verliefen relativ erfolgreich für die Spreestädter, da Hardi/Micha Aranyosi/Tronick geschickt in Schach halten konnten und Mario/Maik das Spielgeschehen im wichtigen 3er-Doppel gegen die neu formierten Penz/Rodriguez Barrera beherrschten. Toni/Manu mussten sich ziemlich chancenlos dem Spitzendoppel der Liga geschlagen geben. Dennoch das 2:1 lieber auf der Haben-Seite verbuchen.

Das obere Paarkreuz konnte zumindest eine Punkteteilung durch eine echt starke Leistung von Hardi gegen Aranyosi erwirken. Er überlebte das Aufschlag-Rückschlag-Spiel und die Eröffnungsbälle des Ungarn und konnte zu genüge über den Ballwechsel heraus punkten. In der Verlängerung des Entscheidungssatzes ging dem Senior dann die Puszta aus. An diese Leistung konnte Manu nicht so recht gegen Vytejcek anknüpfen. Zu eindimensional und unsicher seine Spielweise und Tagesform, wo hingegen sein Radebeuler Kontrahent das Gegenteil widerspiegelte und in der Ballon-Abwehr kaum zu bezwingen schien. Die goldene Mitte heute ebenfalls wie Hardi in Bestform brachte den ersten Break, womit die Bautzener ein wenig Distanz aufbauen konnten. Mario ließ in seinem Duell Schor schier verzweifeln, in dem er seine Eröffnungsschwäche gnadenlos ausspielte und Toni ließ den Radebeuler Youngster Max Tronick zu keinem Zeitpunkt durch Variantenreichtum ins Spiel finden. Kommentar einer Zuschauerin: "Mario spielt immer noch genau das gleiche Spiel wie früher!" Damit meint sie wohl: immer in Topspinduelle verwickelt und jederzeit in Bandennähe zu finden, grast er die komplette Box ab. Zitterhand Micha bekam seine Nerven gegen den Südamerikaner nicht in den Griff, der ebenfalls über ein unangenehmes Aufschlagspiel punktete. Maik, der dann anscheinend warm gespielt war, überraschte mit einem 3:1-Erfolg über Penz und ließ die Führung nicht dahinschmelzen. Zwischenstand 6:3

Im 1er-Duell in der letzten Einzelrunde des Tages kam Manu erneut nicht über einen Satzgewinn hinaus. Problem war, dass man einen Aranyosi im Aufschlag-Rückschlag nichts vormachen kann und damit ein offenes Spiel quasi nicht zustande kam. Dafür konnte sich Hardi mit breiter Brust vom vorherigen Einzel knapp, aber in nur 3 Sätzen gegen Vytejcek behaupten. Und dieses Mal musste sich auch ein Mario Kramer dem deutlich jüngeren Tronick und seinen Vorhandgranaten geschlagen geben. Aber der nächste Punkt zum Unentschieden ließ nicht lange auf sich warten, da Penz gegen Micha mit einer langen Noppe auftrumpfen wollte. Damit hatte Micha genug Zeit, um seine Vorhand- und Rückhandpeitschen auszupacken. Wenn jetzt noch Toni oder Maik ein weiteres Pünktchen beisteuerten, war der Tag perfekt! Bei Toni sah es die ersten Sätze sehr ähnlich aus, da Toni dem übermächtigen Schor gefühlt nicht die richtigen Aufgaben gestellt hat. Jedoch drehte er tatsächlich den 0:2-Rückstand, wobei Schor von Satz zu Satz unsicherer wurde und kaum noch agieren konnte. Sieg!!! Darauf hatte vor Spielbeginn keiner aus unserer Mannschaft gewettet, da wir bereits im Hinspiel gegen eine ohne Aranyosi schwächer einzuschätzende Truppe, die eine oder andere Feder gelassen hatten und "nur" ein Unentschieden erspielen konnten. Maik rundete das Ergebnis gegen den Radebeuler Neuzugang auf und holte einen erneuten 5-Satz-Sieg ein. Für die Statistik: in dieser Begegnung gingen alle 3 Entscheidungssätze zu unseren Gunsten aus. Ob es der Heimvorteil, das nötige Quäntchen Glück oder auch eine große mentale Stärke ist, darüber darf gerne philosophiert werden. Das nötige Selbstvertrauen lieferte jedenfalls das zahlreiche Publikum, was mich persönlich an die "alten Zeiten" in der Oberliga erinnerten, auch wenn ich damals lediglich Zuschauer war. Ich hoffe, wir konnte den ein oder anderen davon überzeugen, dass es sich doch lohnt, die erste Garde der Spreestadt anzusehen und anzufeuern! Die Devise für die kommenden Spiele ist, diese weitestgehend unbeschadet zu absolvieren. Das allgemeine Niveau in der Liga liegt dicht beieinander und ein kleines Anzeichen von Schwäche wird garantiert bestraft, wie wir bereits gegen Elbe feststellen mussten. Als nächstes spielen wir erneut vor heimischer Kulisse am 21.03.20 gegen Großnaundorf und Lückersdorf. Wir hoffen auch da wieder auf zahlreiche Unterstützung seitens der Zuschauer, damit es wieder heißt: MSV 04 - die Punkte bleiben hier!

 

Für den MSV punkteten: Hardi (4,0); Manu (1,5); Mario (4,0); Toni (4,5); Micha (4,0); Maik (3,0)

Manuel Neck

Manu ist mittlerweile so lange bei uns im Verein, dass er sich vor dem Berichteschreiben nicht mehr drücken kann. Vor allen Dingen, wenn er mal wieder der Nacktmulle für ein paar Tage Asyl gewährt. Außerdem freuen wir uns, wenn er ab und an beim Nachwuchstraining mit Rat und Tat zur Seite steht.

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