Turnierberichte

MSV-Akteure mir erfolgreichen Auftritten bei Senioren DM und EM

Fraunheim holt erstmals Europameisterschaftsmedaille - Dritte Plätze für Fraunheim und Flickinger bei deutschen Meisterschaften

Für die meisten Tischtennisspieler des Landkreis Bautzen endete die Saison im Mai. Die Senioren hatten im Juni jedoch erst ihre sportlichen Jahreshöhepunkte noch vor sich.

Zum einen fanden vom 11. bis 13. Juni in Siegen die 32. Nationalen Deutschen Senioren-Meisterschaften und zum anderen die Senioreneuropa-meisterschaften in Liberec vom 20. bis 25. Juni statt. Über die Regionalkämpfe Ostsachsen, Sachsen und Mitteldeutschland konnten Günter Fraunheim und Matthias Flickinger (beide MSV Bautzen 04) sich für die nationalen Titelkämpfe qualifizieren. Am Start waren in Siegen 496 Teilnehmer aus den acht Regionen des DTTB, die in sieben Altersklassen (Ü40, 50, 60, 65, 70, 75 und 80) die Sieger ermittelten. Im Einzel wurde zunächst in einer Vorrunde mit - je nach dem Teilnehmerkreis der verschiedenen Altersklassen - bis zu zwölf Gruppen à vier Spielerinnen/Spielern im System „Jeder gegen Jeden“ gespielt. Die Ersten und Zweiten jeder Gruppe qualifizierten sich für die anschließende K.-o.-Runde.  Die Doppel wurden von Beginn an im K.-o.-System ausgetragen. In allen Spielen entschied der Gewinn von drei Sätzen. Matthias Flickinger in der Altersklasse 60 und Günter Fraunheim in der AK 65 erreichten im Einzel als Gruppensieger bzw. –zweiter die Endrunde. Flickinger bezwang in seiner Gruppe Rief (Sachsen-Anhalt) mit 3:1, Panzer (Bayern) mit 3:2 und Schindler (Hessen) mit 3:0. Fraunheim siegte in der Vorrunde mit jeweils 3:0 Sätzen gegen Müller (Hessen) und Androssow (Niedersachsen) und unterlag Volk (Berlin) mit 0:3. In der Endrunde war für den Vorjahresdritten Flickinger und Fraunheim bereits im Achtelfinale Schluß. Gegen Abwehrspieler Brick (Bayern) fand Flickinger kein Rezept und verlor mit 0:3 Sätzen. Fraunheim mußte sich knapp mit 2:3 Dochtermann (Württemberg-Hohenzollern) beugen. Im Doppel trumpften die beiden Bautzener mit ihren Doppelpartnern Wingeyer (TTV 1948 Hohndorf) und Fromm (Sachsen-Anhalt)  auf und konnten in ihrer Altersklasse jeweils den dritten Platz erringen. Flickinger/Wingeyer hatten zu Beginn des Wettbewerbes ein Freilos. Im Achtelfinale bezwangen sie das bayrische Doppel Brick/Lindner mit 3:0, danach im Viertelfinale Werner/Krickl (Baden) mit 3:2. Heißumkämpft war dann auch das anschließende Halbfinale das mit 2:3 verloren ging. Fraunheim/Fromm erreichten über die Stationen Link/Knappek (Rheinland/Pfalz) 3:2, Flore/Küster (Hessen) 3:0, Lahme/Pätzel (Sachsen-Anhalt) 3:2 das Halbfinale. Wie Flickinger/Wingeyer unterlagen auch sie im Halbfinale mit 2:3, wobei der fünfte Satz mit 11:13 endete. Ihre Gegner waren Dochtermann/Klugmann (Württemberg-Hohenzollern).

Bereits zwei Wochen später fanden die Senioreneuropameisterschaften in Liberec statt. Während Flickinger auf eine Teilnahme verzichtete, startete Fraunheim, der 1997 sein  EM-Debüt in Prag gab, bereits zum achten Mal bei einer EM. An fünf Wettkampftagen wurde in vier Lieberecer Sporthallen an 98 Tischen gespielt. Insgesamt waren knapp 2.500 Teilnehmer am Start. In Günters Altersklasse nahmen 300 Spieler teil. In 75 Vierer-Vorrundengruppen qualifizierten sich jeweils die ersten zwei einer Gruppe für die Hauptrunde, in der die Plätze 1 bis 150 ausgespielt wurden. Günter erreichte die Hauptrunde mit drei 3:0 Siegen gegen Divisek (Tschechien), Duval (Frankreich) und Baumbach (Deutschland) als Staffelsieger. In der Hauptrunde, die im Einfach-K.O.-System ausgetragen wurde, lief es für ihn dann weiter hervorragend. Nach Siegen gegen Jancko (Slowakei) 3:2, Isaev (Rußland) 3:1, Penka 3:0 (Deutschland)  stand er in der Runde der letzten 16. Hier traf er auf Jaroslav Kunz (Deutschland). Nachdem die ersten beiden Sätze Kunz gewonnen hatte, kam es im dritten Satz beim Stand von 6:5 zu einem bedauerlichen Unfall der zum Spielabbruch und zum Ausscheiden Fraunheims im Einzel führte. Fraunheim blieb mit dem Unterarm an der Tischkante hängen und mußte sich sofort in ärztliche Behandlung geben. Am nächsten Wettkampftag konnte Fraunheim am Doppelwettbewerb aber wieder teilnehmen. Hier spielte er mit seinem langjährigen Doppelpartner Ditmar Graul (SV Borsdorf 1990). Mit drei 3:0-Siegen gegen Strecker/Winkler (Deutschland), Dawson/Whittaker (England) und Bruckmuller/ Jac (Tschechei) wurde Platz eins in der Vorrundengruppe belegt. Die Endrunde begann mit einem 3:0 gegen die Slowaken Mihaly/Misinsky. In Runde zwei wurden die Deutschen Schweiger/Fröhlich mit 3:1 bezwungen. In Runde drei kam es zur Begegnung mit einem topgesetzten Doppel. Keiner hatte den beiden Sachsen eine Chance gegeben. Aber sie gewannen gegen D. Bilic/E. Vecko (Deutschland/Slowenien) mit 3:1. Im Viertelfinale wurde gegen die Engländer B. Adams/K. Jackson gespielt. Graul/Fraunheim hielten ihre Topform und bezwangen die Engländer mit 3:1. Damit stand man nach sieben Siegen im Halbfinale gegen die deutschen Kollegen J. Kunz/R. Lahme. Vor 1.000 Zuschauern in der Tipsport-Arena wurde dieses Spiel ein echter Krimi. Die Favoriten Kunz/Lahme gingen 2:0 nach Sätzen in Führung und das Spiel schien gelaufen. Doch Graul/Fraunheim steigerten sich und schafften den 2:2-Ausgleich. Sie bestimmten jetzt das Spiel. Bei 5:3 wurden die Seiten gewechselt und dann stand es 9:6. Der große Erfolg blieb letztlich aus. Mit 10:12 waren sie den Favoriten, die letztendlich dann auch Europameister wurden, unterlegen. Günter Fraunheim und sein Partner haderten nicht lange und freuten sich über die Bronzemedaille, die in einer feierlichen und bestens organisierten Siegerehrung vom Vizepräsidenten der ETTU und dem Präsidenten des TTV Tschechiens überreicht wurde.

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